Call for Applications: Der Frauen-MINT-Award

Frauen im MINT Bereich können nun ihre Abschlussarbeit in einem MINT-Fach einreichen, um den Frauen-MINT-Award zu erhalten. Audimax MEDIEN und die Deutsche Telekom AG möchten so den weiblichen MINT-Nachwuchs fördern.

Das Motto des Awards ist diesmal „Wachstumsfelder der Zukunft: Cloud, Networks of the Future, Internet of Things, Artificial Intelligence und Cyber Security.“

„3.000 Euro winken der Verfasserin der über alle Wachstumsfelder hinweg besten Arbeit, je 500 Euro erhalten außerdem die Verfasserinnen der jeweils besten Abschlussarbeit in jedem einzelnen der Wachstumsfelder. „Dass dieser Award ein reiner Frauen-Award ist, ist uns ein großes Anliegen“, sagt Barbara Bialas von audimax MEDIEN. „Denn nach wie vor trauen sich viele Abiturientinnen kein technisch-naturwissenschaftliches Studium zu. Grund hierfür ist auch, dass weibliche MINT-Talente oft im Verborgenen wirken und diese Disziplin deshalb in der öffentlichen Wahrnehmung männlich dominiert bleibt. Und genau hier setzt der Frauen-MINT-Award an: Er ehrt speziell MINT-Frauen für ihre Arbeiten und schafft bei affinen Abiturientinnen den Mut, MINT zu ihrem akademischen Feld zu machen. Denn wenn wir in Deutschland auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben wollen, brauchen wir mehr Frauen in MINT-Berufen. Oder anders gesagt: Fachkräftelücke und Digitalisierung fragen nicht nach Chromosomen.“ (Komm-Mach-MINT)

Teilnehmer aus aller Welt sind eingeladen bis zum 17. März 2019 ihre Bachelor-oder Masterarbeit oder auch ihre Examensthesis einzureichen. Mehr dazu hier:

https://challenge.telekom.com/frauen-mint-award-2019

Mehr von Komm-Mach-MINT:

https://www.komm-mach-mint.de/MINT-News/Partner-News/Frauen-MINT-Award-2019?platform=hootsuite

Integration von Flüchtlingen an deutschen Hochschulen: Erkenntnisse aus den Hochschulprogrammen für Flüchtlinge

Nachdem in 2015 mehr als eine Million Geflüchtete nach Deutschland kamen, wurde geschätzt, dass ca. 30.000 – 50.000 von ihnen ein ein Studium in Deutschland beginnen oder fortsetzen könnten. Aufgrund der Eile der Situation mussten Hochschulen nun zügig Systeme entwickeln, um Maßnahmen für studieninteressierte Geflüchtete sicherzustellen und ihnen ein Studium zu ermöglichen.

Die Integration in das deutsche Hochschulsystem war dabei großgeschrieben.

Jetzt ist es aber schon 2019, und der aktuelle Hochschulbildungsreport des Stifterverbandes schätzt, dass nun rund 40.000 Geflüchtete bis zum nächsten Jahr an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sein werden. Dies und anderes wird in den aktuellen Ergebnissen einer Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bestätigt.

Die Studie umfasst Einsichten und Aussichten verschiedener Hochschulprogramme, die sich auch Flüchtlingsintegration spezialisiert haben.

„Im ersten Jahr der Integra-Förderung, 2016, wurden rund 6.800 geflüchtete Personen in studienvorbereitenden Kursen an Hochschulen und Studienkollegs finanziert,
im Jahr 2017 waren es rund 10.400 Personen. Für das Jahr 2018 geht der DAAD von einer ähnlichen Gefördertenzahl (rund 10.000) aus.

Nach drei Jahren der Förderung lassen sich erste Trends erkennen: Auch wenn die Hochschulen bei der Immatrikulation den Aufenthaltsstatus ihrer Studierenden aus Datenschutzgründen nicht erfragen, so ergeben diverse Erhebungen jedoch, dass sich immer mehr Geflüchtete für ein grundständiges Studium einschreiben.

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) befragt jedes Semester ihre 267 Mitgliedshochschulen zu Studieninteressierten und Studierenden mit Fluchthintergrund.“ (DAAD)

Ergebnisse können hier gefunden werden:

https://www.daad.de/medien/der-daad/da_gefluechtete_rz_web.pdf

Frankfurt University of Applied Sciences: Ein MINT-Studium für geflüchtete Frauen

Die Frankfurt University of Applied Sciences möchte Geflüchteten Frauen im MINT Bereich ein Studium in maschinentechnischen Ingenieursstudiengängen, Informatik sowie Architektur ermöglichen. Eine Informationsveranstaltung, gefördert vom deutschen Ingenieurinnenbund (dib) e.V. eine Informationsveranstaltungdazu fand am 07. Dezember 2018 statt, bei welcher Einblicke in Erfolgsgeschichten von Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund und individuelle Beratung im Vordergrund standen.

„Das „Willkommensjahr Frankfurt University of Applied Sciences“ ermöglicht seit dem Sommersemester 2016 asylsuchenden und anerkannten Geflüchteten einen besonderen Einstieg in maschinentechnische Ingenieurstudiengänge (Maschinenbau, Produktentwicklung und Technisches Design, Service Engineering Maschinenbau sowie Mechatronik). Seit dem Sommersemester 2017 hat die Hochschule das Projekt ausgeweitet auf die Studiengänge Architektur und Informatik. Geflüchtete mit Hochschulzugangsberechtigung werden bei der Klärung der formalen Zulassungsvoraussetzungen unterstützt, durchlaufen im ersten Programmjahr ein reduziertes Fachstudium in deutscher Sprache und verbessern parallel dazu ihre Deutschkenntnisse in Intensivkursen mit dem Ziel, die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ zu bestehen. Studentische Mitarbeiter/-innen betreuen sie während dieser Zeit, helfen bei allen Fragen zum Studium und Campusalltag, bei der Suche nach einer Wohnung und der Bewerbung für ein Praktikum. Nach erfolgreichem Abschluss des Willkommensjahres ist der Einstieg in das zweite Semester des Fachstudiums möglich.“

Die studienvorbereitende Maßnahme war ein Kooperationsprojekt und wurde organisiert und durchgeführt vom Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik, dem Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften, dem Fachsprachenzentrum (FSZ) sowie dem International Office (IO) der Frankfurt UAS. Finanziert wird das Willkommensjahr durch Mittel des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), den Fachschaften sowie von Mitgliedern und privaten Förderern der Frankfurt UAS.“ (Komm-Mach-MINT)

Die Veranstaltung ist zwar schon vorbei, jedoch besteht die Förderung weiterhin.

Weitere Infos:

https://komm-mach-mint.de/MINT-News/Partner-News/MINT_Studium-fuer-gefluechtete-Frauen

https://www.frankfurt-university.de/de/news/pressemitteilungen/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1270&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ad05d7a01bf550dc9c47cf9f3d537beb

Neues Projekt: Biotechnology in Mining – integration of new technologies into educational practice

Die TU Bergakademie Freiberg (TU BAF) und die National Technical University (NTU) „Dnipro Polytechnic“ arbeiten zusammen mit dem Institut für Ökologie der NTU und dem Institut für Biowissenschaften der TU BAF, um die Lehre auf dem Gebiet „Biotechnologie im Bergbau“ an der NTU zu fördern.

Dabei wurden jeweils Bachelor- und Mastermodule zu mikrobiellen bzw. pflanzenbasierten Biotechnologien entwickelt: „Fundamentals of Microbiology for Mining“ und „Fundamentals of Phytoremediation“ für das Bachelorstudium, „Biomining (Part I. Microbial Technologies in Mining)“ und „Biomining (Part II. Phytomining)“ für das Masterstudium.

In all diesen Modulen wird ein Schwerpunkt auf die praktische Anwendung dieser Technologien gelegt. Der Transfer von Wissen, Kenntnissen und Fertigkeiten erfolgte in Form unterschiedlicher Aktivitäten:

(1) Vorlesungen von Hochschullehrern der TU BAF an der NTU zu den Themen „Fundamentals of Microbiology for Mining“, „Fundamentals of Phytoremediation“ und „Technologies of microbial leaching of metals“; Diese Vorlesungen dienten als Grundlage für die Dozenten der NTU zur Entwicklung entsprechender eigener Vorlesungen.

(2) Praktika von Studierenden der NTU (Masterstudiengänge Ökologie und Bergbau) am Institut für Biowissenschaft der TU BAF zu den Themen „Phytomining“ und „Microbiology in Mining“: Die Inhalte und Versuche dieser Praktika wurden gemäß den fachlichen und didaktischen Zielsetzungen und der technischen Möglichkeiten in Praktika an der NTU f ür Ökologie- und Bergbaustudierende eingebaut.

(3) Aufbau eines Labors an der NTU: Mit Mitteln des DAAD wurde an der NTU ein chemisch-biologisches Labor zu experimentellen Arbeiten über pflanzen- und mikrobenbasierte Technologien im Bergbau eingerichtet.

(4) Masterarbeiten unter gemeinsamer Betreuung durch NTU und TU BAF: Studierende des Studiengangs Ökologie an der NTU verteidigten erfolgreich ihre Masterarbeiten zu den Themen ”Studying the Environmental Hazard Level of Soil Pollution by Vehicles and Developing Methods for its Decreasing” sowie “Studying the Possibility of Using Brown-Red Clay for Reclamation of Waste Rock of Coal Pits of Western Donbas”, wofür die praktischen Arbeiten teilweise an der TU BAF stattfanden. Die Absolventen konnten ihre Masterarbeiten auf mehreren nationalen Konferenzen in der Ukraine vortragen.

(5) Fachexkursionen in Bergbaubetriebe der Ukraine: Im Rahmen von drei Exkursionen wurden Bergbaubetriebe in der Umgebung von Dnipro, mit welchen die NTU kooperiert, besichtigt mit Schwerpunkt Gewinnung der Ressourcen, Umweltbeeinträchtigungen, Rekultivierung / Wiedernutzbarmachung von Bergbaufolgeflächen, Wiederverwendung von Asche- und Schlackeabfällen von Wärmekraftwerken und von Rückständen der Kohleaufbereitung. Die gemeinsam erarbeiteten Module wurden inzwischen in die Studienablaufpläne der Studiengänge Umweltwissenschaften, Bergbau und Geologie an der NTU integriert.

Mehr dazu kann man hier erfahren:

Zur Homepage des Projekts

 

Die Gewinner-Projekte des Wettbewerbs MINTernational innovativ

Um MINT-Fächer zu fördern und Internationalisierungsstrategien zu entwickeln hat der Stifterverband zusammen mit der Daimler und Benz Stiftung und im Rahmen des Daimler-Fonds das Förderprogramm MINTernational entwickelt.

Im Rahmes dessen wurde dieses Jahr zum fünften mal der Wettbewerb MINTernational innovativ ausgeschrieben. Und drei Hochschulkonzepte haben sich durchgesetzt: Das Karlsuher Institut für Technologie (KIT), die Technische Universität München sowie der Verbund Hochschule Ruhr-West und die Technische Universität Dortmund wurden mit jeweils 100.000 Euro als Gewinner ausgezeichnet.

„Die drei Hochschulkonzepte haben sich unter den insgesamt acht Gewinnern des Wettbewerbs „MINTernational innovativ“ durchgesetzt. Die Hochschulen waren eingeladen, ihre Ideen für mehr Internationalität in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) einer Jury zu präsentieren. Zusammengesetzt aus Vertretern von Wissenschaftseinrichtungen und -förderern sowie der Wirtschaft, wählte diese die Konzepte mit dem höchsten Innovationsgrad aus. Mit den Fördermitteln soll die jeweilige Projektidee gezielt weiterentwickelt, auf weitere Fächer ausgeweitet und von anderen Hochschulen übernommen werden können.“ (Stifterverband)

Mehr dazu gibt es hier:

https://www.stifterverband.org/pressemitteilungen/2018_06_29_minternational_innovativ

MINTernational innovativ:

https://www.stifterverband.org/minternational/minternational-innovativ