ProKaTim – Signal Processing Karlsruhe – Timisoara

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ProKaTim zielt auf einen breiten Austausch von Studierenden ab und nicht nur auf einen punktuellen Austausch, wie er z.B. im Rahmen von Erasmus-Auslandssemestern stattfindet. Gleichzeitig wird damit der Praxisbezug der Studiengänge geschärft, da die Studierenden Projektarbeiten mit industrienahen Themen durchführen. Die Studierenden der Hochschule Karlsruhe und der Universität Politehnica Temeswar führen in gemischten Teams gemeinsam Projekte zur hardwarenahen Implementierung von Algorithmen auf Digitalen Signalprozessoren durch. Die Lehrveranstaltung ist an beiden Hochschulen im Bachelor-Curriculum im 6. Semester integriert, wird mit Leistungspunkten versehen und benotet. Neben der Vermittlung von Fachkompetenzen stehen Firmenbesichtigungen sowie ein Ausflug in die nähere Umgebung von Temeswar und Karlsruhe zum Kennenlernen von Land und Leute auf dem Programm. Da die beiden Städte Partnerstädte sind, wird ProKaTim auch von den jeweiligen Stadtverwaltungen unterstützt, manifestiert durch Empfänge in den Rathäusern, durch die kostenlose Bereitstellung von Nahverkehrstickets für die Studierenden der Partnerstädte usw.

Projektbeschreibung

Digitale Signalprozessoren (DSP) sind Mikrocomputer mit einer besonderen, für die Verarbeitung von Sensor-, Audio-, Video- oder Nachrichtensignalen optimierten Architektur. Sie begegnen uns im täglichen Leben, ohne dass wir es merken, als sogenannte eingebettete Systeme (Embedded Systems) in allen elektronischen Geräten. An der Gesamtheit der installierten Rechenleistung haben eingebettete Systeme einen Anteil von 90 %, während den privaten Computern und Großrechnern nur ein Anteil von etwa 10 % zukommt. Dementsprechend wichtig ist es, Studierende der Elektrotechnik auf diesem Gebiet vorzubereiten.
Wegen der Prozessnähe und der geforderten Echtzeitfähigkeit ist die Softwarearchitektur auf Signalprozessoren eines andere als auf dem PC. Diese wird den Studierenden in einer Einführungswoche vermittelt und ihre Umsetzung während des Semesters an einem praxisnahen Projekt geübt.

Einführungswoche

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Im September, eine Woche vor Vorlesungsbeginn, reisen 30 Studierende (15 aus dem vorhergehenden Semester und 15 für das neue Semester) der HsKA begleitet von einem Professor an die UPT nach Temeswar. Gemeinsam mit 30 rumänischen Studierenden besuchen sie dort vorbereitende Vorlesungen zu Signalprozessoren, die in englischer Sprache von einem deutschen und einem rumänischen Professor gehalten werden. Es werden gemischte Teams aus je zwei deutschen und zwei rumänischen Studierenden gebildet. Jedes Team erhält ein praxisnahes Projekt (Beispiele: Sonar, FM-Modulation, PSK-Modulation, Audio-Effekte, Phase Locked Loop, Systemidentifikation u.a.), für das die Algorithmen während des Semesters zu entwerfen, zu simulieren und schließlich unter Einhaltung von Echtzeitbedingungen auf dem Signalprozessor zu implementieren sind.

An einem Nachmittag finden Besuche bei lokalen Firmen statt (in Temeswar bisher: Continental Automotive, Hella, Kathrein, Flextronics, Alcatel-Lucent). Darüber hinaus werden die Studierenden als Vertreter der Partnerstadt im Rathaus von Temeswar empfangen und nehmen an einer Stadtführung teil. Schließlich führt ein ganztägiger Ausflug die deutschen und rumänischen Studierenden als Teambildungsmaßnahme in die Umgebung von Temeswar, so dass sie sich nicht nur gegenseitig besser kennenlernen, sondern auch das Land.

Projektbearbeitung

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Im Laufe des Wintersemesters besuchen die Studierenden die im Studienplan vorgesehene Lehrveranstaltung Digitale Signalprozessoren an ihrer Heimathochschule, wo sie in der Bearbeitung des Projektes durch die deutschen und rumänischen Professoren betreut werden. Da es sich um Softwareprojekte handelt, für die die gemeinsame Hardwarebasis an beiden Hochschulen vorhanden ist, ist der Austausch der erstellten Programme und natürlich die Kommunikation zwischen den Studierenden über das Internet problemlos möglich.
Zur Projektbearbeitung wurde eine Web-Seite für ProKaTim eingerichtet, auf der die Skripte, Projektbeschreibungen und sonstigen Materialien für die Studierenden abgelegt sind und die neben E-Mail als Kommunikations- und Datenaustauschplattform für die internationalen Projektgruppen dient.

Studierendenkonferenz

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Im Februar, zum Ende des Wintersemesters, besuchen 30 Studierende der UPT die HsKA. Die jeweils 15 Studierenden jeder Hochschule, die im Wintersemester in Teams eingebunden waren, treffen sich zum letzten Feinschliff ihrer Projekte. Dann stellen sie gemeinsam auf einer eigens dafür organisierten Studierendenkonferenz ihre Projektergebnisse vor und demonstrieren live die entwickelten Programme. Diese werden von den betreuenden Professoren bewertet und die Studierenden erhalten für ihre Studienleistungen Kreditpunkte nach ECTS.

Die anderen 15 Studierenden aus Temeswar bilden mit weiteren 15 deutschen Kommilitonen die Projektteams für das kommende Sommersemester. Sie besuchen die Studierendenkonferenz, um aus den Erfahrungen ihrer Vorgänger zu lernen und nehmen ebenso an einführenden Vorlesungen teil, wie es im Abschnitt „Einführungswoche“ am Beispiel Temeswar geschildert wurde.

Auch in Karlsruhe werden einschlägige Firmen (bisher Mercedes-Werke in Rastatt und Wörth, Siemens Karlsruhe) besucht und es wird ein Ausflug veranstaltet (bisher: Stuttgart mit Mercedes-Museum und Porsche-Museum, Heidelberg mit Auto- und Technik-Museum Sinsheim, Technik-Museum Speyer) Alle Studierenden werden vom Bürgermeisteramt der Stadt Karlsruhe empfangen, sie nehmen gemeinsam an einer Stadtführung teil und besuchen das Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM), in dessen Installationen Signalprozessoren eine große Rolle spielen.
Somit finden mit den Abschlussveranstaltungen am Ende eines Semesters zeitgleich auch die Einführungsveranstaltungen für das folgende Semester statt und der beschriebene Ablauf wiederholt sich semesterweise.

Für mehr Informationen:

https://club-minternational.de/best-practice/prokatim-signal-processing-karlsruhe-timisoara

http://www.eit.hs-karlsruhe.de/prokatim/

ProKaTim auf YouTube:

http://https://www.youtube.com/watch?v=5fpkldGi8bc

 

Fellowships für digitale Innovationen in der digitalen Hochschullehre

Das Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft und der Stifterverband schreiben für Lehrende, die an Hochschulen in staatlicher Trägerschaft des Freistaats Thüringen tätig sind, bis zu zehn Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre aus. Ein Fellowship ist mit bis zu 40.000 Euro dotiert.

Bewerbungsschluss: 13. Juli 2018

Ziele des Programms

  • Anreize für die Entwicklung und Erprobung digital gestützter Lehr- und Prüfungsformate (beispielsweise MOOCS, flipped/inverted classroom, Games, Simulationen, E-Prüfungen) oder die Neugestaltung von Modulen und Studienabschnitten unter konsequenter Nutzung digitaler Technologien schaffen
  • den Austausch über (digitale) Hochschullehre und die Verbreitung der entwickelten Lehrinnovationen durch eine Vernetzung der Fellows hochschul- und länderübergreifend befördern
  • zur Verstetigung digitaler Hochschullehre in den Hochschulen selbst beitragen

Leistungen

ie Fördersumme ist zweckgebunden für die Anschubfinanzierung der geplanten Lehrinnovation. Sie kann je nach Bedarf für alle Kosten eingesetzt werden, die im Zusammenhang mit diesem Vorhaben entstehen, beispielsweise für

  • die projektbezogene Unterstützung durch studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte
  • projektbezogene Sachkosten
  • die Finanzierung von Gastaufenthalten einschlägig ausgewiesener ausländischer Wissenschaftler, die die Durchführung des Entwicklungsvorhabens unterstützen
  • die Gegenfinanzierung befristeter Deputatsreduktionen, um zeitliche Freiräume für die Planung des Lehrvorhabens zu gewinnen

 

Antragstellung

Bewerben können sich Lehrende aller Disziplinen, die an Hochschulen in staatlicher Trägerschaft des Freistaats Thüringen tätig sind; ausgenommen sind Doktoranden ohne Lehrverpflichtung und Lehrbeauftragte. Mehrere Anträge aus einer Hochschule sind zulässig.

Für mehr Informationen:
https://www.stifterverband.org/digital-lehrfellows-thueringen

BMBF setzt Profersorinnenprogramm fort

Neue Impulse für mehr Chancengleichheit an den Hochschulen

Programm zur Erhöhung der Anzahl von Professorinnen startet zum dritten Mal / Karriereentwicklung auf dem Weg zur Professur neuer Schwerpunkt

Das Professorinnenprogramm geht in die dritte Runde. Es ist das zentrale Instrument von Bund und Ländern, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern, die Zahl von Frauen in Spitzenfunktionen in der Wissenschaft zu steigern und die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen zu verbessern.

Das dritte Professorinnenprogramm startet mit neuen Impulsen und deutlich erhöhten Mitteln. Die Personalgewinnung und Karriereentwicklung von Nachwuchswissenschaftlerinnen steht im Zentrum der dritten Programmausschreibung. In den Bewerbungen müssen dafür besondere Anstrengungen der Hochschulen nachgewiesen werden. Darüber hinaus bietet das Programm eine neue Exzellenz-Komponente: Bis zu 10 Hochschulen pro Bewerbungsrunde erhalten, sofern sie für ihre Vorschläge zur Personalentwicklung und  -gewinnung die Bestbewertung bekommen haben, die Möglichkeit eine zusätzliche, vierte Erstberufung gefördert zu bekommen.

Bund und Länder stellen für das Programm Fördermittel in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro jeweils zur Hälfte zur Verfügung. Bisher waren es 150 Millionen Euro. Das Professorinnenprogramm III läuft von 2018 bis 2022.  Es steht wie seine Vorläufer gleichermaßen Universitäten, Fachhochschulen, Musik- und Kunsthochschulen offen.

Die Evaluationen der vorangegangenen beiden Programmphasen haben gezeigt, dass das Professorinnenprogramm dazu beigetragen hat, die Anzahl an Professorinnen zu erhöhen und strukturelle Veränderungen an den Hochschulen anzustoßen. Trotzdem entspricht der Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen noch nicht dem Anteil von wissenschaftlich gut qualifizierten Frauen insgesamt.

https://www.bmbf.de/de/neue-impulse-fuer-mehr-chancengleichheit-an-den-hochschulen-5700.html

Frauen-MINT-Award

Audimax und die Deutsche Telekom vergeben zum fünften mal den Frauen MINT-Award für herausragende Abschlussarbeiten aus den MINT-Fächern zu spannenden Themenfeldern rund um Netze, Internet of Things und Künstliche Intelligenz.

Dotiert wird der Preis mit 1 x 3.000 EUR und 4 x 500 EUR.

Absolventinnen und Studentinnen können ihre Arbeiten noch bis zum 28.02.18 einreichen.

mehr Infos: https://www.frauen-mint-award.de/

 

 

Aktuelle MINTernational-Ausschreibung des Stifterverbands

Der Stifterverband hat die fünfte und letzte Rrunde der Programminitiative MINTernational ausgeschrieben. Der Hochschulwettbewerb soll noch wenig bekannte Handlungsfelder und Instrumente sichtbar machen, in denen Hochschulen heute und zukünftig Unterstützung benötigen. Deshalb werden in diesem Wettbewerb neuartige Konzepte für die Internationalisierung gesucht und insgesamt acht Vorhaben gefördert. Die Ausschreibung ist offen für jede Art von Instrumenten und Phasen während des Student Lifecycle. Eine Teilnahme an den vorausgegangenen Ausschreibungen ist nicht Voraussetzung für eine Antragsstellung in dieser Wettbewerbsrunde.

In einem zweistufigen Auswahlverfahren werden bis zu acht Hochschulen ausgezeichnet und insgesamt 700.000 Fördermittel an diese vergeben.

Ein Antrag kann bis zum 31.01.18 eingereicht werden

Weitere Infos : https://www.stifterverband.org/minternational/minternational-innovativ

Update der Homepage

Die Homepage Club MINTernational wurde überarbeitet.
Sie finden nun eine Übersichtskarte der Best Practices,
ein News- und Veranstaltungsblog, auf denen Sie mit Informationen zu MINT im Hochschulbereich versorgt werden.
Es wurden neue Best Practices hinzugefügt und die Seite wird sukzessiv ins Englische übersetzt. Einzelne Inhalte sind bereits auf Englisch verfügbar.

Die Best-Practice-Sammlung wächst: Es kommen weitere Best-Practices zur MINTernationalisierung aus In- und Ausland hinzu.