Studienverlauf

In der Studienverlaufsphase steht die Auslandsmobilität von MINT-Studierenden im Fokus. Es steht außer Zweifel, dass ein Auslandsaufenthalt ein Studium bereichert, zur Persönlichkeitsbildung beiträgt, interkulturelle und sprachliche Kompetenzen stärkt und fachlichen und berufsqualifizierenden Mehrwert erbringt. Doch gerade Studierende in den MINT-Fächern gehören zu der Gruppe, die immer noch – neben den Staatsexamenfächern Lehramt und Jura – die niedrigsten Zahlen in der Auslandsmobilität aufweisen.

Die Mitglieder des Clubs MINTernational stellten demnach fest, dass MINT-Studierende seltener ins Ausland gehen, andere Beweggründe haben und zudem ihren Auslandsaufenthalt kürzer oder praxisorientierter gestalten. Eine (nicht repräsentative) Umfrage bei den International Offices machte deutlich, dass MINT-Studierende ihre Entscheidung, ob sie ins Ausland gehen, häufiger von materiellen und karrierebezogenen Anreizen abhängig machen als Studierende von beispielsweise geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fächern, die eher intrinsisch motiviert sind. Die Mitglieder des Clubs MINTernational regen deshalb u.a. an, eine bundesweite Kampagne in Kooperation mit Arbeitgebern zu starten, die die Bedeutung von Auslandsaufenthalten aus Sicht der Unternehmen herausstellt. Es wurden Best Practices ausgewählt, die die Bedürfnisse von MINT-Studierenden in den Fokus rücken und diese für einen Auslandsaufenthalt motivieren.