Beiträge

Das Projekt ZusaNnah für Forscherinnen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Berufen

Wir haben ein super Projekt bei gefunden, welches die Chancen für Frauen im MINT Bereich verbessern soll:

„Forscherinnen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Berufen mehr Chancen bieten und besser aufgestellt sein für das Gewinnen von Fachkräften: Dafür steht Forschungsinstituten, Wissenschaftlerinnen und Interessierten ein Online-Werkzeugkasten mit nützlichen Instrumenten unter www.zusannah.de zur Verfügung.

ZusaNnah ist ein Verbundprojekt der Zuse-Gemeinschaft mit den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) und dem Institut für Diversity Studies in den Ingenieurwissenschaften (IDS) der Universität Stuttgart.

Der Werkzeugkasten ist ein zentraler Baustein des Projekts ZusaNnah. Mit ihren drei großen Themen Personal/Nachwuchs, Organisationskultur sowie Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben umfasst die ZusaNnah-Toolbox zentrale Fragen für mehr Chancengleichheit von Frauen in MINT-Berufen und darüber hinaus. Diese werden in der Toolbox mit konkreten Maßnahmen aufgegriffen.

Zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bietet die Toolbox u.a. Informationen zu Arbeitsbedingungen und zu familienorien¬tierter Bildung und Förderung. Zu solcher Förderung zählen Kinderbetreuung, Elternzeit und das Gestalten des Wiedereinstiegs nach einer Arbeitspause. „Die Toolbox mit ihrem breit gefächerten Instrumentenmix zeigt, dass Frauen nicht die einzige Zielgruppe von ZusaNnah sind. Vielmehr geht es uns darum, das Umfeld für Forscherinnen in den MINT-Berufen insgesamt zu verbessern, in unseren Mitgliedsinstituten und darüber hinaus“, betont die Geschäftsführerin der Zuse-Gemeinschaft, Dr. Annette Treffkorn.

Praxiserfahrungen für familienfreundliches Arbeiten
Zu den jeweiligen Themen der Toolbox steuern Forschungsinstitute der Zuse-Gemeinschaft ihre individuellen Erfahrungen ein. Diese werden auf der Webseite mit Dokumenten und der Beschreibung von Maßnahmen unterfüttert. Beispiel Rostock: An der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht es das Eltern-Kind-Büro Angestellten mit Kindern, das Kind in Notsituationen, so beim Ausfall der Tagesmutter oder der Kita, mit zur Arbeit zu bringen. In einem separaten Raum können Mutter oder Vater flexibel am Schreibtisch mit PC, Telefon und Internet-Zugang arbeiten und gleichzeitig das Kind beaufsichtigen. Für das Kind sind Spielsachen vorhanden. Dies ist nur ein Beispiel, wie Unternehmen den Eltern mit relativ einfachen Mitteln helfen können.

Die Toolbox enthält weitere praxisnahe Beschreibungen von Maßnahmen, die bereits in Instituten der Zuse-Gemeinschaft erfolgreich zum Einsatz kommen und die anderen Einrichtungen als Anregung oder Vorbild dienen können. „Von flexiblen Arbeitszeitmodellen bis zur Schaffung eines wertschätzenden kollegialen Umfeldes: Mit der Toolbox erhalten Forschungseinrichtungen und Unternehmen konkrete Antworten auf die Frage, wie weibliche Fach- und Nachwuchskräfte gewonnen und im Betrieb gehalten werden können“, erklärt Prof. Meike Tilebein vom IDS der Universität Stuttgart.

Das Verbundvorhaben Zusammenarbeit und Netzwerkbildung wirtschaftsnaher Forschungseinrichtungen für Chancengleichheit in MINT (ZusaNnah) wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01FP1631, 01FP1632, 01FP1633 gefördert.“

Mehr dazu gibt es bei Komm-Mach-MINT und bei der Zuse-Gemeinschaft. Schau mal rein:

www.komm-mach-mint.de/MINT-Projekte/BMBF-gefoerderte-Projekte/ZusaNnah

www.zuse-gemeinschaft.de/presse/pressemitteilungen/praxisnah-mit-hohem-nutzwert-die-zusannah-toolbox-fuer-chancengleichheit-in-mint-berufen